• bääh

Saison 13/14 - Spieltag 1

Baltschieder – 05. Oktober 2013 – Der Auftakt der neuen Spielzeit hatte es in sich. So warteten mit den Fletschi Cracks aus dem Saastal und dem Transfersieger Old Boys die zwei nominell härtesten Brocken der Liga auf den Titelverteidiger. Dank einer disziplinierten Defensive, dank einem hervorragenden Torhüter, dank einem spielstarken und mit Übersicht ausgestatteten Aufbau und nicht zuletzt dank einer eiskalten Vollstreckung konnten beide Spiele gewonnen werden. Grund für diese Erfolge war nicht zuletzt der Charakter der Mannschaft, welcher sich in einer grossen Portion Bescheidenheit widerspiegelte. Nicht selbstverständlich für eine von Erfolg verwöhnte Mannschaft.

Blacknosesheep – Fletschi Cracks 5:2 (2:0)

Eines vorweg. Die Neuauflage des letztjährigen CUP-Finals wurde zum erhofften Schlagabtausch. Die Liga wollte den Knüller zu Beginn der Saison und erhielt die Antwort in Form eines packenden Duells auf hohem taktischen Niveau. Klar legten beide Mannschaften den Fokus auf die Defensive, klar wollten beide Teams den ersten Treffer für sich buchen und klar wollten beide Equipen einen frühen Rückstand vermeiden.


Die zweite Linie um Goalgetter Zurwerra, der in die entfernte hohe Torecke traf, eröffnete trotz allen Vorkehrungen seitens der Saaser das Score bereits nach 1’30. Die routinierten Saaser liessen sich von diesem Rückstand jedoch nicht verunsichern und versuchten eine Angriffswelle nach der anderen zu starten. Oftmals, ja sehr oft sogar, traf man nur die Torumrandung. Imhofs 2:0 in der Mitte der ersten Hälfte war nicht verdient aber auch nicht gestohlen. Vielmehr war es eine Frage der Effizienz und vielleicht auch ein wenig des Glücks, dass die Schafe mit 2:0 zum Pausentee marschierten.


Ein intensives aber jederzeit faires Spiel wurde 10’ vor Schluss durch Frutigers 3:0 vermeintlich vorentschieden. Saas reagierte heftig auf diesen Treffer und verkürzte gut eine Minute später auf 1:3. Da die Schafe aber einen guten Tag erwischten traf Imhof im Gegenzug zum 4:1. Dies brach den aufopfernd kämpfenden Saaser das sportliche Genick. Erst kurz vor Schluss trafen sie zum 4:2 Anschluss. Doch der Kuchen war zu diesem Zeitpunkt bereits gegessen, so dass Frutigers 5:2 nur noch das Resulat verbesserte, jedoch nicht entscheidend war.


Dank einer hervorragenden Disziplin im Defensivbereich und einer klugen taktischen Aufstellung sowie, und das muss hier unterstrichen werden – einer grossen Portion Glück, konnten die Weidentiere diese Partie für sich entscheiden. Saas wird der erwartet schwere Herausforderer bleiben. Diese Duelle, sofern sie den Status nicht schon geniessen, sind auf bestem Wege zum Klassiker zu werden.

Ruppen; Eyholzer, Markovic; Imhof (2), Frutiger (2); Wyer, Zurwerra (1)



Blacknosesheep – Old Boys Naters-Brig 6:5 (3:2)

Die Partie begann fahrlässig und nonchalant seitens der Schafe. Als Frutiger den Ball an Old Boy Neuzugang Borter verlor, zog dieser kurzentschlossen ab und bezwang Ruppen. Nur 50 Sekunden später sündigte die erste Linie der Schwarznasen, was das 0:2 bedeutete. Was für ein Start. Was für eine Unkonzentriertheit. So was darf sich auch ein Spitzenteam nicht leisten, schon gar nicht gegen eine Mannschaft, die spielerisch so viel abzurufen hat wie es die Altherrentruppe heuer kann. Es musste also schleunigst eine Reaktion her. Und die Schafe wussten dies zu tun. Allen voran in der Person Daniel Zurwerras, der bekanntermassen unter Druck zu Höchstleistungen im Stande ist, wussten die Schafe innert 5 Minuten den Spielstand auszugleichen. Vier Minuten vor der Pausensirene zog Imhof ab. Sein Schuss passte haargenau. 3:2. Halbzeit.


Die Schafe drehten das Spielgeschehen und standen nun sicherer in der Defensive. Offensiv wurden immer wieder hochkarätige Chancen herausgespielt. Das einzige, was der Mannschaft anzukreiden ist, war das mangelhafte verwerten dieser. Nun gut, immerhin gings mit einem Vorsprung in die zweiten 20 Minuten.

Diese sollten es in sich haben.


Die Old Boys, die auf diese Saison hin auf Markus Nanzer verzichten müssen, traten mit zwei Linien an und kopierten somit eine der Erfolgsformeln der Schafe. Mit Venetz und den beiden Neuzuzügen Lochmatter und Eggel bildete sich ein offensives Traumtrio. Mit Eggs, Borter und Kalbermatten sorgte die zweite Linie für defensive Stabilität und setzte immer wieder offensive Nadelstiche. Summa summarum bilden die Old Boys eine homogene Truppe, welche zweifelsohne noch die Feinabstimmung sucht, sich an die Gepflegenheiten der OUM anpassen muss und die Prise Arroganz noch zu Hause lassen sollte. Doch, bis dies so weit ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Abschliessend kann gesagt werden, die Old Boys sind eine der Topfavoriten auf den Titel.


Was sich in der zweiten Hälfte abspielte, kann getrost als Offensivspektakel bezeichnet werden. Nach dem 3:3 Ausgleich sorgte Wyer mit einem technischen Kabinettstückchen für einer der sehenswertesten Treffer des Tages und erhöte das Score damit auf 4:3. Doch wiederum sollte dieser Vorsprung nicht lange andauern. Rund 13’ vor Ende der Partie erzielten die Old Boys den 4:4 Ausgleich. Eine Zweiminutenstrafe wussten die Schafe anschliessend nicht auszunützen, was die Verunsicherung zusätzlich erhöhte und am Selbstvertrauen kratzte. Doch als das Spiel zu kippen drohte, zauberte Eyholzer eine Granate aus dem Ärmel, die ihn selber zu überraschen vermochte. 5:4 – noch 6 Minuten. Eine, vom sonst überragenden Schiedsrichter, sehr hart gepfiffene Strafe gegen Imhof sorgte für eine Boxplay-Situation seitens der Schafe. Gemessen an der geballten offensiven Kraft der Old Boys – quasi ein Ding der Unmöglichkeit diese Unterzahl zu überstehen. So war es dann auch. 5:5 - 3’10 vor Spielende. Spannung pur. Was dann eine Minute vor Schluss passierte – kann man praktisch nicht in Worte fassen. Deshalb wurde letzte Saison bereits der Ausdruck „zurwenieren“ ins Wörterbuch aufgenommen. Zurwerra, dieser Schweinehund, machte solange auf Eggel Druck, bis dieser den Ball an der Bande verlor. Zurwerra liess sich diese Chance nicht mehr entgehen und schloss mit einem sehenswerten, wenn auch mit letzter Kraft erzielten, Treffer ins hohe linke Eck. Jubel pur – Ekstase. Aus und vorbei. Sieg.


Die Schafe trafen auf einen hartnäckigen, wenn auch phasenweise überheblichen Gegner, den man zu bezwingen vermochte. Die Spielstärke dieser Truppe wurde zur Kenntnis genommen – wie aber auch die Art und Weise, wie ein solches Team zu schlagen ist.


Ruppen; Eyholzer (1), Markovic; Imhof (1), Frutiger; Wyer (1), Zurwerra (3)

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