• bääh

Saison 12/13 - Spieltag 1

Was für eine symptomatische Szene nach Spielschluss. Mit breiter Brust sass er da. Prall schien ihm die Sustener Herbstsonne ins Gesicht. Genüsslich nippte er an seinem Bier. Umgeben von all den anderen Schafen, liess er, Coach Wyer, den Spieltag in Gedanken noch einmal Revue passieren. Und je länger sich diese Szenerie hinzog, desto breiter wurde das Lächeln auf seinen Lippen. Was er da vor seinem geistigen Auge zu sehen bekam, ist schon fast ins Prädikat „Herausragend“ zu packen. Doch der Reihe nach.


Blacknosesheep - UHC Visper Lions 11:4 (6:2)

Nach den zahlreichen Abgängen und mit Blick auf die Jahrgänge des Gegners (Red. keiner älter als 21), war die Favoritenrolle von Beginn weg bei den Schwarznasen aus Naters. Die Blacknosesheep drängten die Visper Lions dann auch umgehend in die Defensive und verzeichneten so ein rasches Chancenplus. Mit dem schnellen Umschalten von Defensive auf die Offensive wurde der Erfolg gesucht und auch gefunden. In der Halbzeitpause resultierte ein 4-Tore-Vorsprung heraus. Die Löwen, welche durchaus ein gutes Spiel zeigten und ihr Talent mehrmals aufblitzen liessen, mussten irgendwann einsehen, dass ein Punktgewinn im Startspiel doch eine Utopie darstellt. Nichtsdestotrotz blieben sie das ganze Spiel hindurch aufsässig und nützten die nonchalanten Fehler Frutigers und Markovics aus. Ganz zum Ärger Ruppens, der auch diesmal nah am Shutout war. Doch, so scheint es, ist die Zeit dafür noch nicht reif. Das Glanzstück dieser Partie war aber weder der Torhüter noch die Verteidigung. Nicht weniger als 8 Tore gingen auf das Konto von Imhof und Zurwerra. Die physische Präsenz, das stocktechnische Rüstzeug, welches er mitbringt und die Übersicht vor dem Tor machen den Ex-Visper Imhof so gefährlich. Galt er in den letzten Jahren noch als Alphalöwe im Team junger Löwewelpen, so stellt das Team der Blacknosesheep doch eine ganz andere Organisation dar. Imhof tauschte also das Rudel gegen die Herde, das Hierarchiedenken gegen die Ausgeglichenheit sowie  Taktik, Kampf und Krampf gegen Spielintelligenz, Spielfreude und Lockerheit. Eine Herde, ein zu Hause. Imhof scheint sich darin sichtlich wohl zu fühlen. Hinzu kommt, dass er nicht mehr die ganze Verantwortung auf seinen Schultern tragen muss. Jeder im Team der Schafe trägt den selben Anteil an Verantwortung und jeder kann in jedem Spiel den Unterschied machen. Dies gewährt Imhof noch mehr Freiheiten. Und dies ist ganz, ganz gefährlich - für jeden Gegner. Zurwerra hingegen stellte diesmal sein Visier von Beginn an richtig ein. Der alte, bärtige Mann mit der Nummer 9 liess sein immenses Potential hinsichtlich Abschlussstärke, Willenskraft und Abgebrühtheit vor dem Tor immer und immer wieder aufblitzen. Zurwerra, den wohl jedes Team gerne in seinen Reihen hätte, fühlt nicht etwa seinen zweiten Frühling, nein, es ist nach wie vor sein erster. Dies wird in Gegenwart und Zukunft ein Problem für jedes Team darstellen und zu lösen sein. Viel Vergnügen... Fazit: Schlussendlich war das Spiel einseitig und klar. Die Blacknosesheep spielten routiniert und setzten in der Offensive immer wieder Ausrufezeichen. Trotzdem ist noch viel Steigerungspotential vorhanden. Die Defensive leistete sich (noch) zu viele Aussetzer im Deckungsverhalten. Für das erste Saisonspiel war das jedoch ganz passabel.

Ruppen; Eyholzer, Markovic (1), Frutiger (1), Imhof (3), Wyer (1), Zurwerra (5)



UHC Embd Devils – Blacknosesheep 3:14 (1:6)

Das Berg-Tal-Dorf-Derby versprach viel Spannung und wurde, für gewisse Experten, zu früh in den Spielkalender aufgenommen. Für die Devils war das Spiel der Saisonauftakt. Mit einigen Absenzen und erst knapp vor dem Spiel anreisend, verschliefen die orangenen Teufel den Start des Spiels komplett. Schon früh waren sie zum Handeln gezwungen und nahmen ihr Time-Out nach nur 8’05 Minuten und einem Spielstand von 0:5! Die Sheep hingegen gingen hoch konzentriert in die Partie, im Wissen wie wichtig ein guter Saisonstart für Moral und die Tabelle ist. Zudem wurde das letzte Duell in der heimischen Klosi klar verloren. Mit 1:6 ging es in die Pause. Die Schafe wussten nicht recht was von diesem Spielstand zu halten ist und die Devils wussten nicht recht wie ihnen geschah. Ohne Übermut wurde das Spiel wieder aufgenommen. Die Devise war nicht:

Verwalten - Vorsprung halten, sondern Agieren - Vorsprung maximieren!

Und dies gelang in eindrücklicher Manier. Mit diesem sicheren Polster im Rücken und einem exzellenten Start in die zweite Hälfte hielt die Defensive lange Zeit dicht. Selbst Ruppen wusste sich immer wieder mit sicher gefassten Bällen und raschen, weiten Zuspielen in die Offensive zu integrieren. Captain Markovic spielte in diesem Spiel seine ganze defensive Routine aus und liess sich dabei auch von Provokationen nicht beirren. Die Spielöffnung, der erste Pass, welcher im Aufbau so wichtig ist, gelang ihm über die ganze Partie ausgezeichnet. So schafften es die Schafe immer wieder Nadelstiche zu setzen. Nicht nur das! Mit der Zeit setzen die Schafe zu technischen Kabinettstückchen an. Szenenapplausverdächtige Kombinationen wurden über das ganze Spielfeld aufgezogen. Zwar nicht immer mit Erfolg, aber immer mit einem Abschluss. So wurden Konter vermieden und die defensive Organisation schnell wieder gefunden. Die „Tormaschinen“ Imhof und Zurwerra schlugen auch diesmal unbarmherzig zu. Wyer und Frutiger assistierten ihnen dabei immer wieder mit lasergenauen zuspielen.

Fazit: Die Schafe waren in diesem Spiel in allen Bereichen bereit - und das von Beginn weg. Embd wurde an die Wand gespielt und hatte nicht den Hauch einer Chance. Das Resultat fällt auch in dieser Höhe gerecht aus. Metaphorisch ausgedrückt: Die Schafe hatten heute Weihwasser mitgebracht – und das schmeckt dem Teufel bekanntlich gar nicht. Als sich schlussendlich auch noch Eyholzer unter die Torschützen reihte, schloss sich der Kreis des rundum geglückten Saisonstarts. Das Lächeln auf Coach Wyers Lippen ist dementsprechend nachvollziehbar.

Ruppen; Markovic, Eyholzer (1), Frutiger (2), Imhof (4), Wyer (2), Zurwerra (5)

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