• bääh

Saison 12/13 - Cup 1/2 Finale

Vielversprechend war sie – die Affiche Narvik Guards vs Blacknosesheep. Wird die Historie aus dem Archiv herausgeholt und genauer analysiert, kann schon von einem geborenen Retortenbaby gesprochen werden. Rund die Hälfte des Teams Narviks war einmal Teil der Blacknosesheep. Narvik – ein aus dem Reagenzglas gezeugtes Kind, das erwachsen geworden ist. Doch wie gut spielt ein erwachsenes Retortenbaby? Noch nicht gut genug wie sich herausstellen sollte...

Blacknosesheep - Narvik Guards   9:0    (4:0)

Die Party war angerichtet, das Wetter stimmte, der Lenz hielt Einzug. Zahlreiche Zuschauer freuten sich auf diese Partie – ein Cup-Klassiker. Underdog gegen Favorit, Emotionen gegen Klasse, 40 Minuten Kampf, Schweiss, Biss. Leider schafften es die Guards nicht zwei komplette Linien aufzubieten. Wo bleibt da der Teamgeist? Wo bleibt da die Liebe zu diesem Sport? Wo bleibt da die Challenge, eine solche Herausforderung anzunehmen? Und, last but not least, wo bleibt da der Respekt gegenüber den eigenen Teamkameraden?


Nichtsdestotrotz begann das Spiel flott und das auf beiden Seiten. Angriffe wurden kreiert, jedoch lange Zeit ohne Erfolg. Die beiden Torhüter, mitunter auch das Glück beanspruchend, hielten der Offensive stand. Narvik, um Teamcaptain und Coach Thomas Ruppen, legte sich, klar erkenntlich, eine Taktik bereit. Schnelles umschalten von Defensive auf Offensive war das Credo. Dies gelang so gut, bis nach 8:30 das erste Tor fiel. Steve Imhof zeigt sich, nach schöner Vorarbeit Eyholzers, dafür verantwortlich. Für die Tore 2-4 im ersten Abschnitt, war wieder einmal Daniel Zurwerra zuständig. Erneut gelang dem quick-agilen Stürmer ein lupenreiner Hattrick. Doch von zurwenieren war in diesem Spiel nicht die Rede. Zu wenig Widerstand war zu erkennen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Der souveräne Schiedsrichter Miesch hatte die Lage allzeit unter Kontrolle. Provokationen waren auf beiden Seiten Fehlanzeige. Für die Blacknosesheep stellte diese Partie ein besseres Trainingsspiel dar. Für die Narvik Guards hingegen eine Lehrstunde an individueller Klasse. Punkt.

Hälfte zwei war ein Spiegelbild von Hälfte eins. Zurwerra und Imhof gönnten sich schöpferische Pausen. Markovic, Frutiger (2) und Wyer (2) sorgten für gelegentlichen Ovationen und Highlights seitens der  Zuschauer. Torhüter Daniel Ruppen zeichnete sich mit schnell eingeleiteten Konter als zweifacher Assistgeber aus!


Der beste Mann auf Seiten der Guards war Torhüter Martin Wasmer! Er verhinderte mit einigen spektakulären Paraden das „Stängeli“. 9:0 stand es zum Schluss. Ein „zu Null“, der lange ersehnte und im 12. Saisonspiel (12 Spiele – 12 Siege notabene) erstmals eingetretene Shutout ist Tatsache. Zeit, um einmal der Defensive das Wort zu erteilen.


Hier ein kleines Interview:

Pressechef: „Patrick Eyholzer, mit deinen bald 40 Jahren spielst du eine Traumsaison. Was ist die Ursache? Wo holst du die Kraft und die Motivation her?“


Patrick Eyholzer: „In der Tat fühle ich bereits meinen 4 oder 5 Frühling – im Frühling. Das passt doch oder? (lacht schelmisch). Nein, Spass bei Seite. Ich bin jetzt 37 Jahre alt. Ich bin der einzige, der in der Kabine Fortalis-Creme einschmiert und ich habe bereits viel erlebt in meinen ganzen Jahren als Teamsportler. Aber so einen Zusammenhalt, eine solche Anzahl von klasse Typen ist einzigartig. Für mich bedeutet es jedes Mal eine Herausforderung im Training gegen diese Cracks spielen zu dürfen. Um deine Frage aber noch vollständig zu beantworten, möchte ich aus dem Französischen zitieren: L´esprit de vivre de cette équipe est incroyable!“


Pressechef: „Daniel Ruppen, Patrick Eyholzer gab mir eine kurze Erklärung (überraschenderweise auf Französisch), was seine Motivation ist, in diesem Team Unihockey zu spielen. Gleiche Frage an dich, wie motivierst du dich, besonders da in dieser Saison die Offensive für derartige Furore sorgt?“


Daniel Ruppen: „Nun ja, ich spüre starke Konkurrenz im Rücken. Die Leute sagen über meinen Konkurrenten Michel Ambord, dass er ein überragender Torhüter sei. Gegen ihn zu bestehen sei eine „Mischi Impossible“. Solche Sachen mobilisieren bei mir ungeahnte Kräfte. Zudem versuche ich das japanische „Kaizen“ umzusetzen. Dies bedeutet nichts anderes als ständige Verbesserung. Das ist meine Aufgabe an mich selber.“


Pressechef: „Hmm, mein eigenes Team überrascht mich immer wieder. Aber eine Frage noch zum Schluss. Was sagt denn Kaizen wenn du „zu Null“ spielst? Kannst du dich da überhaupt noch verbessern?“


Daniel Ruppen: (lacht verschmitzt) „Ja. Ich habe heute auch Glück gehabt – das braucht´s immer für einen Shutout. Zudem verdienen meine Vorderleute heute ein Sonderlob. Fantastisch verteidigt haben sie. So macht´s Spass!“


Captain Marko Markovic hört das Interview Ruppens und meldet sich zu Wort. „Weisst du, mir kommt unser Team vor wie der Movie „Ocean 11“. Alle sind sie Spezialisten auf Ihrem Gebiet. Nein nicht nur Spezialisten – die Besten sind sie… - die Besten sind wir…“


Um dann noch kleinlaut zu sagen: „Eigentlich haben wir ja noch nichts gewonnen – also ich halte jetzt besser die Klappe und bringe weiterhin Leistung.“ Das ganze Team nickt einverstanden.


Pressechef: „Daniel Zurwerra, du bist der Topscorer unseres Teams. Hattricks sind bald die Regel. Was macht dich so stark?“


Daniel Zurwerra: „Eigentlich will ich mein Geheimnis nicht Preis geben aber andererseits habe ich auch kein Problem damit es zu sagen. Die Lösung heisst: Law of attraction. Schaffst du es, ein solches Selbstvertrauen zu generieren, dass es zu dir passt – hast du die Hürde der Authentizität gemeistert. Folglich fliegen dir Erfolg und Frauenherzen von alleine zu…“


Pressechef: „Interessant – und das hat nichts mit Kaizen, Yoga, Zen oder so zu tun?“

Daniel Zurwerra: „Doch, selbstverständlich. Ständige Verbesserung ist die Grundlage des Erfolgs und das in allen Bereichen des Lebens. Yoga mache ich allerdings noch nicht – folgt aber wenn wir das Double holen. Versprochen! Und Zen – das mache ich wenn ich so alt bin wie der Eyholzer Patrick…J“


Nun warten im Finale die Flätschi Cracks auf die bissigen Schafe. Die Saastaler bezwangen in einer dramatischen Partie den Cupschreck Baltschieder II nach Verlängerung mit 7:6.

Ruppen; Eyholzer, Markovic (1); Imhof (1), Frutiger (2); Wyer (2), Zurwerra (3)

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