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VS CUP 11.11.2022 – Wallisercup Vorrunde

Blacknosesheep : Eagles Savièse 20:4 (8:1; 3:1; 9:2)

Freitag, 11. November, Wallisercup. Und Fasnachtsbeginn. Bereits im Vorfeld gab das bevorstehende Goaliedebut von Daniel Zurwerra zu reden. Ja, richtig gelesen, Daniel Zurwerra wartete auf seinen ersten Einsatz als Torhüter in einem offiziellen Spiel der Schafe. Und er war als Teil des Torhüterduos vorgesehen, nicht weil man zum Fasnachtsbeginn etwas Verrücktes beitragen wollte, sondern weil er sich dies über konstant gute Trainingsleistungen als Torwart in den letzten Jahren redlich verdient hat. Zurro war ab und an in den Trainings im Tor, als jeweils ein Torhüter fehlte. Und er machte seine Sache ausnahmslos sehr gut. Mit seinem eigenen Stil, einer Mischung zwischen Stand-Up und Butterfly liess er manche Schafe beinahe verzweifeln. Anfragen des Walliser Boten während der Woche lehnte Zurro dankend ab. Zu sehr war auf seine Aufgabe fokussiert, er stellte sich lieber in den Dienst der Mannschaft, statt sein Goaliedebut an die grosse Glocke zu hängen. Auch dass Eric Abgottspon als Starttorhüter vorgesehen war, änderte nichts an Zurros Einstellung.

Die Schafe, im Wallisercup verstärkt jeweils durch die Bürchnerfraktion und die jungen wilden Techniker Andreas und Luca freuten sich auf Gegner aus Savièse.

Gegner Savièse las sich auf die BNS ein. Sie liessen alle Texte der Webseite auf Französisch übersetzen und wussten so um die Stärken der BNS bestens Bescheid. Und da einer ihrer Spieler, Julien Héritier, für den Nouvelliste schreibt, fragten sie bei den Schafen an, ob nicht einmal einer aus dem Gegnerteam einen Artikel schreiben dürfe. Die Schafe, gutmütig wie man sie kennt, liessen sich auf diese Bitte ein. Somit stammen die nachfolgenden Zeilen, bis auf das Fazit am Schluss, aus der Feder eines Unterwallisers.

Julien Héritier, Savièse:

Wir freuten uns seit Wochen auf die Schwarznasentiere aus dem Oberwallis. Gespannt waren wir, wie die Spieler in echt aussehen. Ist dieser Zurro wirklich so ein Teufelskerl, schiesst immer noch Briggeler die Penaltys, spielt Mario noch? Fragen, die wir uns intern in den Trainings immer wieder stellten. Dass Zurro auch im Tor spielen würde, davon wurden wir dann doch ziemlich überrascht. Etwas, dass uns wohl schlussendlich den Sieg kostete.

Pünktlich trafen wir in Naters ein, die Klosihalle fanden wir auf Anhieb, somit hatte bis hierhin alles wunderbar geklappt. Wir rechneten uns viel aus, schliesslich waren die Schafe «nur» auf Platz 4 in der OUM-A-Gruppe. Es sah also gut aus für uns. Trainer Tristan Dubuis ermahnte uns zwar in der Kabine nochmals, dass wir die Wollknäuel nicht unterschätzen sollten, aber an eine Niederlage unseres Teams glaubte an diesem Abend eigentlich keiner. Es war Zeit, die ersten Punkte überhaupt aus dem Oberwallis nach Savièse zu holen.

Wir staunten zwar, wie gekonnt die Schafe mit ihren Stöcken beim Einschiessen umgingen, hofften jedoch, dass sie unter Druck und im Spiel nicht allzu viel davon zeigen würden.


1. Drittel

Hoppla. 1:0 für die Schafe nach 26 Sekunden. Léo im Tor nicht nicht ganz wach, Mario umso mehr. Macht nichts. Mario spielte also noch. Dann zogen wir unser gewohntes Spiel auf. Huguet mit super Abschluss, Abgottspon hielt. Nathan sensationell, Abgottspon auch. Kevin unwiderstehlich, Abgottspon auch. Joshua stark, Abgottspon auch. Jean-Noel gekonnt, Abgottspon auch. Wir waren drückend überlegen, nur die Tore fehlten. Diese erzielten im ersten Drittel leider die Schafe. 1:8 Rückstand obwohl wir nicht schlechter waren, nicht einfach zu akzeptieren. Noch hatten wir zwei Drittel zeigt, um das Spiel zu drehen. Noch war nichts verloren.


2. Drittel

Das zweite Drittel kamen wir wie verwandelt aus der Kabine. Julien wunderbar, Abgottspon auch. Tristan frech, Abgottspon mit Glück. Allan, Dominique, Corentin – alle herausragend, Abgottspon auch. 1:3 lautete das Drittelergebnis zu Gunsten der Schafe. In diesem Abschnitt waren wir jedoch eine Klasse besser als der Gegner. Und auch unser Powerplay funktionierte, wenn auch noch kein Tor daraus resultierte. Noch hatten wir ein Drittel Zeit, den Sack zu zumachen.


3. Drittel

Wir wieder besser als der Gegner. Aber das Irrenhaus hatte heute wohl Wandertag. Die Schafe mit mehr Abschlussglück als wir. Die Schussstatistik, von Tristan notiert, zeigte 27:11 für uns. Das sah dann in etwa so aus: Julien super, Abgottspon gut, Tristan clever, Abgottspon mit Können, Corentin trickreich, Abgottspon abgeklärt. Doch etwa mehr als 5 Minuten vor Schluss sollte es ein neues Spiel werden. Abgottspon ging raus, endlich aus unserer Sicht. Und Zorro (wie die Fans in der Halle den Namen von Daniel Zurwerra skandierten) ging in den Kasten. Jetz begann es gefühlt bei null. Allan glänzend, Zorro unglaublich, Joshua in der Form seines Lebens, Zorro unglaublich, Jolien 3 Mal sagenhaft, Zorro unglaublich. 1:13 Minuten vor Schluss dann ein Powerplay für uns. Wir verwirrten Eggel und Gruber. Sie wussten nicht richtig wie ihnen geschah. Wir spielten die Überzahl auf unsere bekannte Weise. Leider kein Tor, aber trotzdem gut und schnell kombiniert.


Fazit: Zwei Drittel die klar bessere Mannschaft, ein Drittel auf Augenhöhe mit den Schafen, doch sie hatten schlussendlich das bessere Torhüterduo als wir. Das zeigt das Resultat von 4:20 für die Oberwalliser. So kann Unihockey sein. Nichts gegen unsere Torhüter Léo und Gido, aber nehmt euch bei Gelegenheit ein Beispiel an Abgottspon und Zorro. Das sind Typen, die eine Mannschaft in schwierigen Situationen im Spiel halten können. Und in diese schwierigen Situationen waren die Schafe heute mehrfach geraten. Nicht nur im Boxplay. Trotzdem gönnen wir ihnen den Sieg und danken für das gemütliche Apéro.


Fazit BNS:

Herzlichen Dank an Julien für seinen Bericht. Aus unserer Sicht waren wir sicher nicht schlechter und haben den Sieg nicht gestohlen. Wo sich beide Teams einig waren, Abgottspon und Zorro waren wirklich stark. Abgottspon hielt alles, was haltbar war, und darüber hinaus noch viel mehr. Ja und Zorro ist halt Zorro. Um seine Leistung zu beschreiben reicht ein Wort: Zunullschlussausfertig. Er kann also auch Torwart.

Allein die Torhüter zu erwähnen wäre jedoch falsch, das ganze Team trug zum Sieg bei. Ein erfreulicher Start in den Wallisercup 22/23.

Nebenbei: Zudem wissen wir nun auch warum sich ein Team aus Verbier Eagles Savièse nennt. Weil aus sie Savièse sind.


Blacknosesheep: Abgottspon/Zorro (0/0) (Tor); Imesch (4/3), Zumoberaus (0/3), Briggeler (3/1); Imoberdorf (1/1), Gruber (3/2), Wyer (2/0); Nater (1/4), Eggel (5/2), Zurwerra (1/1); Gsponer (0/1)



Zorro der Hexer

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