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Saisonvorschau 2019/20

Aktualisiert: 14. Okt 2019

„Ich glaub, es geht schon wieder los…“ würde Roland Kaiser in seiner unverkenntlichen Art ins Mikrofon posaunen, wenn er verstehen würde, welchen Stellenwert und welche Faszination der Floorball im Oberwallis mittlerweile eingenommen hat. Wohin geht die Reise mit Blick auf die Saison 2019/2020? Die Erwartungshaltung in Bezug auf Prognosen und Entwicklungen einer jeden neuen Spielzeit macht einen Grossteil jener Spannung aus, die uns die Oberwalliser Unihockeymeisterschaft beschert. Wir geben eine Tendenz mit einer musikalischen Note:


UHC Embd Devils - Männer (Herbert Grönemeyer)

In der letzten Saison hatten die Herren des UHC Embd Devils schon die eine Hand am silbrigen Teller für den Oberwalliser Unihockeymeister. Es fehlten nur noch Sekunden im zweiten Play-off-Final Spiel, als die Blacknosesheep, ohne Torhüter agierend, doch noch den Ausgleich erzielten und die Verlängerung erzwangen. Der Rest ist ein weiteres Kapitel in der beispiellosen Saga zwischen diesen beiden Mannschaften.

Seit drei Jahren warten die Teufel damit auf den nächsten Meistertitel. Der Anspruch an sich selbst ist aber zu Recht höher (Interview Damian Wasmer). Irgendwann wird der Knoten auch wieder platzen. Aber geschenkt wird «de Hännä» aus dem vorderen Mattertal von den anderen Teams sicher nichts.


Old Boys Naters-Brig - Nessaja / Peter Maffay

Tempo ist ein spannender Oberbegriff. Es gibt grundlegend die Laufschnelligkeit (Old Boys Beispiel: Philipp Studer), Gedankenschnelligkeit (Thomas Lochmatter), Handlungsschnelligkeit (Markus Nanzer) oder azyklische Aktionsschnelligkeit (Gilles Russi). Wohl dem, der einen Spieler hat, der alle diese Faktoren oberkantenmässig in sich vereint. Doch die Wasmer’s oder Leiggener’s unserer Liga bleiben für die Old Boys unbezahlbar.

Dennoch werden die gestandenen Männer in dieser Saison verstärkt an ihrer offensiven Entlangsamung schrauben müssen: Ob sie dies mit einer allgemeinen Blutauffrischung oder Workouts à la Rocky tun, darf ihr Geheimnis bleiben.


UHC Ibex Grächen - Am seidenen Faden / Tim Bendzko

Spannend wird es sein, wie der Aufsteiger aus dem Nikolaital aus den Startblöcken kommt. Nach vier-jähriger Abstinenz im Oberhaus, könnte sich das Auftaktprogramm für die Grächener Equipe wie Treibsand anfühlen: Man kann schnell stecken bleiben, bevor man überhaupt richtig losgelaufen ist. Warten doch mit dem UHC Embd Devils und dem UHC Pfynland gleich am ersten Spieltag zwei Schwergewichte der Liga. Der Truppe um Raphael Gruber ist dennoch einiges zuzutrauen. Verfügen sie doch über Spieler mit Grossfelderfahrung, welche sich im idealen Sportalter befinden.


UHC Naters-Brig Academy - Go Your Own Way / Fleetwood Mac

Die letzte Saison ging die junge Truppe des UHC Naters-Brig erfrischend forsch an. Mit dem Ausrufen des Aufstiegs als Ziel handelten die Verantwortlichen gegen den Trend. Anders als viele Teams, die einfach „von Spiel zu Spiel“ schauen und „das Beste aus unseren Möglichkeiten machen“ wollen, machte die Academy keinen Hehl aus ihrem Ziel. Dass es am Ende in der hart umkämpften Auf-/Abstiegsserie gegen die Pfynräuber knapp reichte, machte die Sache umso schöner.

Mit diesem Selbstvertrauen sollen und dürfen Leon Roten, Dejan Brantschen, Marco Giovani und Co. auch in die neue Saison gehen. Der Gegenwird wird aber ein anderer sein. Und das ist gut so. Denn unsere Talente im Oberwallis wollen geschliffen werden!


UHC Pfynland - Chäuer / Patent Ochsner

Christian Schmutz wollte mit seinem Team aus dem Illgraben aus der Begegnung gegen die Visper Lions im Rahmen des diesjährigen Supercups viel mitnehmen (Interview Christian Schmutz). Geworden ist daraus eine knappe Niederlage (Supercup). Das Spiel hat aber gezeigt, dass die Pfynländer trotz gewissen Anpassungen im Mannschaftsgefüge stabil und bereit sind für grosse Taten in der neuen Saison.

Das war «früher» nicht immer so. Die Fieberkurve glich zuweilen einer Achterbahn denn einem gemächlichen Fluss. Tempi passati! Allerdings gilt es auch nach einer Qualifikation ohne wilde Zuckungen den Sack in den entscheidenden Spielen zuzumachen. Dies ist immer noch, nicht immer so. Tempi passati?


Blacknosesheep - It's a Long Way to the Top (If You Wanna Rock 'N' Roll) / AC/DC

Am 19.11.2016 spielte sich in Baltschieder im Rahmen der ersten Cuprunde der Saison für die Blacknosesheep entscheidendes ab. Die Blacknosesheep trafen an diesem Tag auf eine hochmotivierte Mannschaft aus Grächen. Die Blacknosesheep dagegen gingen auf den Felgen: Der langjährige Torhüter Daniel Ruppen gab im Verlaufe des Sommers aus Verletzungsgründen seinen Rücktritt bekannt. Die Blacknosesheep standen ohne Torhüter da. Coach Zurwerra wollte das Spiel ohne Torhüter spielen. Wirklich im allerletzten Moment (um 23:57 Uhr vor Eingabeschluss) konnte mit Erich Abgottspon ein neuer Torhüter qualifiziert werden. E. Abgottspon; T. Roten, L. Gsponer, A. Pfammatter, M. Frutiger und D. Zurwerra hiess die damalige Aufstellung. Die Blacknosesheep gewannen das Spiel hauchdünn mit 7:6. Am Ende der Saison wurden die Blacknosesheep in einem hart umkämpften Final in der vollen Visper Turnhalle Sand OUM-Cupsieger gegen den UHC Pfynland (Video Canal 9).

Diese Episode ist sinnbildlich für die Schafe! Und sie haben gelernt: Jedes Jahr muss es raus gehen aus der Wohlfühloase, um sich neu zu (er)finden. So ist die Herde mittlerweile auf 15 Schafe angewachsen, welche die Energie aufbringt, auch im Wallisercup mitzumachen und kurzerhand ein Supercup-Final samt Kidsday zu organisieren. Diese Einstellung und Mentalität ist es, welche es den Gegnern weiterhin nicht leicht machen wird, den Schafen das Fell über die Ohren zu ziehen!

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