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Saison 14/15 - Cup 1/4 Final

Zermatt – 03. Januar 2015 – Wie schwierig sich ein CUP-Spiel entwickeln kann, zeigte die Partie zwischen dem UHC Zermatt und den Blacknosesheep einmal mehr deutlich. Eine kleine Halle, Zuschauer direkt am Spielfeldrand und hinter dem Tor frenetisch mitfiebernd, praktisch keine Knautschzone hinter den Banden, ein rutschfester Floor, der sich durchaus gewöhnungsbedürftig zeigte und zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten. Die Affiche hielt was sie versprach – und das bis zur letzten Minute.

Blacknosesheep – UHC Zermatt 7:6 (2:2)

Top motiviert und mit breitem Kader antretend, wollte es der UHC Zermatt an seinem Heimspieltag so richtig wissen. Die Zuschauer im Rücken wissend, legte das Team los wie von einer Tarantel gestochen und eröffnete das Score bereits früh. Das Team um Coach Zurwerra stellte sich auf eine Enge Kiste ein und war denn auch nicht überrascht, als es plötzlich im Rückstand lag. Ruhig suchten die Mannen, die in Sachen Linienwahl wieder komplett durcheinander gewürfelt wurden, ihr Spiel. Wyer sorgte mit einem Tor und einer idealen Vorlage auf Eyholzer für die Wende. 2:1. Doch noch vor dem Pausentee glichen die Mattertaler wieder aus. Halbzeit.


In diesem Stiel ging es weiter. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen, war in Sachen Dramaturgie kaum zu übertreffen. Unter der Leitung eines hervorragend pfeifenden Schiedsrichters Miesch entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. Die Führung wechselte stets von Neuem, bevor es kurz vor Schluss 6:6 stand. Zermatt, das unter der Führung des filigranen und mit einer wunderbaren Stocktechnik ausgerüsteten Ramon Murmann die Entscheidung suchte, war nahe dran und bekundete mit einem Lattentreffer grosses Pech. Dieser Murmann besticht zudem mit einer Übersicht und Präsenz, dass es selbst für den Gegner ein Augenschmaus bedeutet, ihm zuzuschauen. Als sein Pendent auf Seiten der Schafe kristallisierte sich nach David Wyer in der ersten Halbzeit, Daniel Zurwerra in den zweiten zwanzig Minuten heraus. Der ehemalige Captain des FC Oberwallis Naters, der für solch enge Spiele gemacht zu sein scheint, trumpft zwar nicht mit einer derartigen Technik wie Murmann auf, dafür aber mit einer Eigenschaft, die nicht zu erlernen ist.


Zurwerra verfügt über den besonderen Killerinstinkt, über diesen Biss, über diesen nicht zu brechenden Willen so lange den Ball zu verlangen und so lange auf die Kiste zu hauen, bis der Ball drin ist. Dieser Eigenschaft haben es die Schafe zu verdanken, dass sie im Halbfinale stehen und ein weiteres episches Kapitel in der Historie der OUM gegen die Embd Devils schreiben dürfen.


Zurwerra war es dann auch, der eine halbe Minute vor Schluss zum 7:6 einnetzte. Das war’s. Zermatt war nicht schlechter – keinesfalls. Das einzige was den Mannen am Fusse des Horu fehlte, war dieser Killer.

Ruppen (C); Markovic (1), Eyholzer (1); Frutiger; Imhof (1); Zurwerra (3), Wyer (1)

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