• bääh

Saison 13/14 - Spieltag 6

Ried-Brig – 15. März 2014 – Zum Abschluss der Qualifikation standen noch einige brisante Duelle auf dem Programm. So sollten sich die Paarungen der Halbfinals herauskristallisieren und auch die Frage des Absteigers wollte geklärt werden. Und welches Team muss in die Barrage? So gesehen, ging es an diesem Spieltag um viel mehr als nur um die Goldene Ananas.


Die Würfel sollten bis zum Schluss dann doch noch fallen. Mit den Fletschi Cracks steigt ein Team ab, welches die ganze Saison hindurch nie auf Touren kam und welches es nicht schaffte, sich als Team weiterzuentwickeln. Einmal mehr zeigt sich, dass Stillstand in der heutigen (OUM-)Welt Rückschritt bedeutet. Das Saastal musste diese bittere Erkenntnis auf die ganz harte Tour erleben. Zu hoffen bleibt, dass sich diese sympathische Truppe zusammenreisst, die Freude an diesem Sport nicht verliert, die richtigen Lehren aus der aktuellen Spielzeit zieht und so der Liga erhalten bleibt. Gemessen an der Klasse einzelner Individualisten ist der sofortige Wiederaufstieg durchaus realistisch.

Die Barrage wird das Team aus Bürchen bestreiten müssen. Den Mannen aus der Augstbordregion fehlte in heiklen Momenten die nötige Ruhe und Abgeklärtheit. Kämpferisch und in Punkto Einstellung ist dem Team nichts vorzuwerfen. Der zu erwartende Gegner wird Baltschieder 2 oder der UHC Zermatt sein. Einfach wird diese Angelegenheit aber nicht.

Aufsteiger Baltschieder schaffte den Ligaerhalt und darf, dank des diesjährigen Modus’, bereits in Urlaub fahren. Glückwunsch zum Klassenerhalt.

Die Playoff-Paarungen lauten Blacknosesheep vs UHC Pfynland und UHC Embd-Devils vs Old Boys Naters-Brig.


Blacknosesheep – STV Baltschieder 13:5 (7:2)

Trotz der Tatsache, dass die Blacknosesheep schon vor diesem Spieltag als Quali-Sieger feststanden, wollten die Jungs etwas schaffen, was noch keinem Herrenteam gelang. Die Weisse Weste.

Der Auftakt gegen den STV Baltschieder gelang, wie so oft in dieser Saison, nach Wunsch. Rasch stand es nach Toren von Imhof und Wyer 2:0 für die Schafe. Danach sollte etwas passieren, was den Schafen schon ewigs nicht mehr wiederfuhr. Die Linie um Imhof, Wyer und Carlen fing einen Konter ein. Was in diesem Fall besonders schmerzte, da es in Überzahl passierte. Der Shorthander Baltschieders sorgte für den zwischenzeitlichen 2:1 Anschlusstreffer. Zurwerra korrigierte dieses Malheur seiner Teamkollegen 3:1, immer noch in Überzahl agierend. Das war schon fast die Vorentscheidung. Nochmals Zurwerra, Wyer, Frutiger und Imhof sorgten dann für die beruhigende 7:2 Halbzeitführung.


Nach dieser wohlverdienten Pause, schlug dann die Sekunde von Schwarznasenlamm Roland Carlen. Böse Zungen behaupten nun: Carlen wurde einfach nur angeschossen. Barmherzigere Zungen sagen jedoch: Carlens Forechecking wurde belohnt. Seinem Druck wurde nachgegeben. Auf diese Weise provozierte er ein riskantes Zuspiel vor dem eigenen Tor. Eines, welches misslingen sollte, so, dass der Ball via Carlens Stock ins Tor abgefälscht wurde. Was soll’s, wird sich Carlen denken. Tor ist und bleibt Tor. Recht hat er.

Carlen, der für den erneut abwesenden Markovic auflief, schien Blut geleckt zu haben. Oder vielleicht passender ausgedrückt: Carlen kostete richtig saftiges grünes Weidengras –ein Highlight im Leben eines jeden Lammes...


Hinzu kommen zwei weitere Treffer Carlens - ohne gegnerische Mithilfe – die er sich in seine persönliche Statistik notieren darf. So wird übrigens aus einem Lamm ein Schaf. Und Carlen noch zum Goalgetter?


Carlen: „Es macht mich stolz getroffen zu haben und es macht mich stolz, Teil dieses Teams zu sein. Besonders die Direktabnahme zu meinem zweiten persönlichen Treffer freut mich. Davon werde ich bestimmt noch meinen Kindern erzählen.“ (Red. per Handy informierte er nach Spielschluss einer seiner Söhne und strahlte dabei über beide Ohren. So soll’s sein.)

Ruppen; Eyholzer, Carlen (3); Imhof (2), Frutiger (2); Wyer (2), Zurwerra (4)



Blacknosesheep – UHC Embd Devils 5:2 (2:2)

Die Partie sollte ein Vorgeschmack des 5. April 2014 werden. An diesem Tag werden sich beide Teams zum offenen Schlagabtausch in der Visper Turnhalle „Sand“ im Rahmen des CUP-Finals duellieren. Das letzte Spiel der Qualifikation sollte zeigen, ob die Schafe ihr Ziel, die Weisse Weste, erreichen sollten oder ob die Teufel aus Embd es schafften, die Schafe zu düpieren. Nun ja. Das Spiel war heiss, mit den gewohnten Nicklichkeiten, jedoch ohne wirklich gravierende oder gefährliche Checks. Gut so. Geht doch.


Mit ein Grund für diesen Umstand war die einwandfreie und äusserst souveräne Leistung des jungen Schiedsrichters Raphael Bittel. Mit viel Fingerspitzengefühl und einer konsequenten Linie, an welcher sich beide Teams zu orientieren wussten, entstand ein flüssiges und für den Zuschauer attraktives Spiel.


Zurwerra, mit einer Energieleistung, sorgte nach 6 Minuten für die Führung. Weil vorher und nachher durch Imhof (Penalty) und Frutiger im Abschluss

gesündigt wurde, rächte sich diese Torimpotenz durch den Ausgleichstreffer Embds. In Überzahl, David Wyer wurde wegen einer Schwalbe (war es eine?) für 2 Minuten zum Statisten auf der Strafbank degradiert, führten die Matterthaler plötzlich 2:1. Und dies nicht einmal unverdient. Dennoch sorgte Steve Imhof kurz vor der Pausensirene und nach Vorarbeit Carlens für das 2:2. Auch dieses Tor entsprang in einer Powerplay-Situation.

Mit diesem Unentschieden ging’s in die Halbzeitpause. Zeit zum überlegen. Zeit zum analysieren. Zeit um Veränderungen vorzunehmen. Das Team kam zum Schluss, dass die Defensivarbeit herausragend war. Die Zuordnung stimmte und die nötige Aggressivität war vorhanden. Einzig im Offensivbereich war jedoch noch Steigerungspotenzial vorhanden.

In dieser Situation kam den Natischern entgegen, dass die zweite Halbzeit mit einer Überzahl begonnen werden konnte. 2 Sekunden vor Ablauf dieser Strafe, traf Zurwerra nach toller Vorarbeit Eyholzers und Frutigers. Der Bann war gebrochen. Das Ding wieder einmal gedreht.


Da weiterhin defensiv konsequent gearbeitet wurde, fanden die Devils kein probates Mittel mehr, um die Schafe in Verlegenheit zu bringen. Was auf’s Tor kam, hielt Ruppen sicher. Mehr noch, wenn etwas auf’s Tor kam, mussten sich die Embder schleunigst umsehen, um ihre defensive Ordnung wieder zu finden. Ein parierter Abschluss Embds bedeutete nicht selten die unmittelbare Auslösung eines Konters.


Frutigers 4:2 war unter diesen Umständen die Vorentscheidung. Er profitierte von einer schnell und clever ausgespielten Standardsituation Zurwerras. Da Embd auch eine Powerplay-Situation nicht ausnutzen konnte, um den Anschlusstreffer zu bewerkstelligen, war der Mist geführt – der Teufel gesegnet.


Zurwerras 5:2, eine halbe Minute vor Schluss, war eine Augenweide und sorgte für das i-Tüpfelchen auf diese Qualifikationsrunde der Schafe. 12 Spiele, 12 Siege. Hinzu kommt die CUP-Finalqualifikation. Eine unglaubliche Saison - bis jetzt. Nur, und so will es der Modus – und so wollen es auch die Schafe, ist damit noch nicht einmal ein Blumentopf gewonnen. Aus einer hervorragenden Ausgangslage kann schnell einmal der Blues schlechthin werden. Es gilt also die Konzentration vor den entscheidenden Duellen im CUP-Final gegen Embd und in der Liga-Halbfinalserie gegen Pfynland hochzuhalten. Dann kann aus einer unglaublichen eine perfekte Saison werden.

Ruppen; Eyholzer, Carlen; Imhof (1), Frutiger (1); Wyer, Zurwerra (3)

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