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Saison 13/14 - Spieltag 5

Siders – 01. Februar 2014 – Die Herren A der OUM legten eine Stippvisite im Unterwallis ein. In der neu gebauten Borzuat-Halle folgte ein erneutes Stelldichein der Oberwalliser Unihockey Elite. Der Floor kristallisierte sich als äusserst hart und schnell heraus. Dadurch musste der Ballbehandlung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Blacknosesheep kriegten es, wie im CUP-Wettbewerb vor Wochenfrist, erneut mit dem wiedererstarkten UHC Pfynland zu tun. Im Anschluss stand das Team aus Bürchen den Weidentieren gegenüber. Bürchen geht es um nichts weniger als um den Einzug in die Playoffs. Für Spannung sollte also gesorgt sein.


Blacknosesheep – UHC Pfynland 9:5 (3:3)

Szenenwechsel. Freitag Abend, kurz nach Mitternacht. Das Perron 1 in Brig droht aus allen Nähten zu platzen. Funkig-rockige Töne hallen aus den Lautsprechern. Während einzelne Groupies den Sänger auf der Bühne himmlisch vergöttern, haut dieser emotionale Life- & Lovesongs ins Mikro. Die Band PYROTASTICS, um unser Ehrenmitglied ad Interim Oliver Schmid am Bass, ist am Werk - gibt ihr Debutkonzert. Klar, lassen sich die Blacknosesheep von diesem Auftritt inspirieren.


Samstag Morgen, Siders, 9 Uhr. Die Bühne ist eine andere. Keine laute Musik, keine ausgelassene Stimmung, keine 200 Fans - und schon gar keine Groupies. Die einzige Parallele zwischen den Blacknosesheep und den PYROTASTICS lässt sich in der Performance finden. Wie die PYROTASTICS am Vorabend, sollten auch die Sheep eine überzeugende Darbietung auf die Bühne zaubern – diese phasenweise richtig zum beben bringen. Rocken halt.


Der UHC Pfynland, der durch die ärgerliche Niederlage vor sieben Tagen im Stolz verletzt wurde und im Abstiegskampf steckt, wollte Revanche nehmen. Konzentriert gingen die Mannen von Coach Schmutz, der für einmal abwesend war, ans Werk. Durch den harten Untergrund ereignete sich ein rassiges Spiel mit zahlreichen Abschlüssen auf beiden Seiten. Am Ende des ersten Spielabschnittes lautete das Ergebnis 3:3, was die Ausgeglichenheit des Spielgeschehens widerspiegelte. Das Szenario war immer das Selbe. Die Weidentiere sorgten für die Führung – Pfynland glich aus. Frutiger, Wyer und Captain Markovic sorgten für die Treffer der Schafe – die es wiederum ausgezeichnet verstanden, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen und stets die Führung an sich zu reissen.


Die zweite Halbzeit brach dann den Bann und den damit verbundenen Rhythmus. Gerade die Linie um Eyholzer, Frutiger und Zurwerra kam besser ins Spiel, schaffte es defensiv die Räume zu schliessen und scorten offensiv in regelmässigen Abständen mit teils sehenswerten Kombinationen. Das 4:3 und 5:3 besorgte Daniel Zurwerra. Für das 6:4 war dann Edelverteidiger Eyholzer mit einem satten Schuss zuständig. Bis 3’40 vor Schluss stand die Partie auf Messers Schneide und war alles andere denn entschieden. Bis dato stand es 6:5. Pfynland zeigte durchaus Moral und liess seine Klasse im 1 gegen 1 und im Abschluss immer wieder aufblitzen. Imhof und Zurwerra, mit seiner zweiten Doublette im zweiten Spielabschnitt, sorgten kurz vor Schluss für die Differenz und den etwas zu hoch ausgefallenen Sieg der Schafe.


Die Leistungstendenz der Illgrabenkämpfer zeigt klar nach oben. In den letzten Wochen wuchs die Truppe zu einem homogenen Team zusammen. Die Rollen der einzelnen Spieler sind verteilt und akzeptiert. Schafft es das Team nicht mehr, aber auch nicht weniger, als genau zwei Linien aufzubieten, gehört diese Mannschaft in die Playoffs. Ob sie es noch schafft, steht in den Sternen. Den ersten Schritt sollte es im Verlauf des Spieltages noch machen und die favorisierten Embd Devils in die Schranken weisen (Red. 8:4-Sieg).

Die Schafe ihrerseits spielten abgeklärt. Nach mühevollem Start und der gewöhnungsbedürftigen Umstellung auf den schnellen Untergrund, wussten sich die Weidentiere zu steigern. Die Linie um Markovic, Imhof und Wyer agierte äusserst konstant und defensiv solide. Sie schaffte den Körper robust einzusetzen und so Präsenz ins Spiel zu bringen. Die zweite Line hingegen hatte in disziplintechnischer Sicht mehr Mühe und kassierte zu viele Tore. Zwar setzte dieser Block immer wieder offensive Akzente, doch muss sie lernen, dass der Erfolg immer erst in der Defensive beginnt. Zwar erzielte die zweite Linie 6 der 9 Treffer, kassierte aber auch 4 der 5 Gegentore. An der defensiven Disziplin wie an der physischen Härte muss gearbeitet werden.


Torhüter Ruppen muss ein Kränzchen gewidmet werden. Mit einer Kortisonspritze und schmerzmildernden Mittel spielend, zeigte er einmal mehr seine Extraklasse. Machen seine Vorderleute keine Fehler, ist er praktisch nicht zu bezwingen. Er wusste seine individuellen Fähigkeiten aus dem letzten Jahr nicht nur zu konservieren, er schaffte es zudem seine Technik noch zu verfeinern und ihr den letzten Schliff zu geben. Das ist Top.


Ruppen; Eyholzer (1), Markovic (1); Imhof (1), Frutiger (1), Wyer (1), Zurwerra (4)



Blacknosesheep – UHC Bürchen 11:7 (7:0)

Coach Wyer wollte im Hinblick auf die noch anstehenden Spiele und angesichts der gesundheitlichen Probleme Ruppens keine Risiken eingehen und entschied sich für einen Torhüterwechsel. Michel Ambord kam so zu seinem Saisondebut auf der grossen Bühne. Eine, die von Erfolg gekrönt werden sollte.

Vor Anpfiff der Partie schwor Bürchen sich lange ein. Die Herren aus der Augstbordregion wussten, welche Chance sich heute ergab, um den Playoffs einen grossen Schritt entgegen zu kommen. Zudem wollte Bürchen das erste Team sein, welches die Schafe schären wollte. Doch nichts da.


Im Gegenteil. Hell wach war nur eine Mannschaft. Sowohl in der Offensiv- wie auch in der Defensivbewegung überrollte das Team aus Naters seinen Gegner. Bevor Bürchen wusste, was genau passiert, ertönte die Sirene zur Halbzeit. Da stand es 7:0. Ambord hielt seinen Kasten rein. Was für ein Einstand. Das ganze Team half mit, dies zu schaffen und liess Bürchen schier verzweifeln. Steve Imhof eröffnete das Score bereits nach 30 gespielten Sekunden. Imhof sollte noch zwei weitere Treffer bis zur Pause dazu steuern. Zurwerra (2), Wyer und Frutiger waren für die restlichen Tore besorgt.


Ruppen, der das Amt des Coaches übernahm, sollte in der Halbzeit folgende Worte von sich geben: „Jungs: Das war das Beste, was ich je von euch gesehen habe. Kompromisslose Abschlüsse, hohe Tempi, gnadenlose Disziplin in der Rückwärtsbewegung, hervorragende Taktik sowie eingespielte wie auch instinktive Laufwege, die den Gegner zermürbten. Weiter so!“


Nach diesem Flash der ersten 20 Minuten und nach dem ersten Gegentreffer, sollte dann das passieren was immer als Reaktion auf ein High-Gefühl folgt. Der Kater. Das Down. Das Loch. Der sportliche Hangover. Besonders die zweite Linie um Eyholzer, Frutiger und Zurwerra war nun völlig von der Rolle. Defensiv wurde praktisch nicht mehr gearbeitet und offensiv wurde der Umschalthebel vergebens gesucht. 6 der 7 Gegentreffer ging auf das Konto dieser Linie. Die zweite Halbzeit war ein kollektives Versagen. Die Offensivaktionen, welche durch die Treffer Wyers, Zurwerras und Imhofs (2) zustande kamen, sorgten dafür, dass der Sieg nie in Gefahr war. Mehr aber nicht.


Leidtragender war Michel Ambord, der die Konsequenz aus dieser katastrophalen Defensivarbeit in Form von Gegentoren zu spüren bekam. Diese zweite Halbzeit zeigte einmal mehr auf, dass es auch für den Ligakrösus nicht reicht, wenn die Leistung nicht zu 100% abrufbar ist.


Nichtsdestotrotz überwiegt die Freude an der ersten Halbzeit. Diese war annähernd perfekt. Ein Feuerwerk – ganz nach dem Gusto der PYROTASTICS.


Ambord; Eyholzer, Markovic; Imhof (5), Frutiger (1); Wyer (2), Zurwerra (3)

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