• bääh

Saison 12/13 - Spieltag 5

Da ist sie, die Meisterschaft!!!


Der 5. Spieltag der OUM-Elite fand in Bürchen statt und kürte vorzeitig den überragenden Meister. Die Blacknosesheep blieben auch gegen den amtierenden Meister aus der Saison 2011/2012 – den UHC Pfynland und gegen die wiedererstarkten Old Boys makellos. Auch die Meisterschaftsspiele Nr. 9 und 10 wurden gewonnen, zweistellig notabene, die Weisse Weste also gewahrt. Chapeau Blacknosesheep

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Blacknosesheep – UHC Pfynland 12:4 (7:3)

Der amtierende Champion aus Leuk-Susten wollte es nochmals wissen, griff an, war aggressiv und mit einem breiten Kader angereist. Die individuelle Klasse, die letztes Jahr noch zum Titel gereicht hat, war auch diesmal vorhanden und anwesend. Ein starker Torhüter, der sich ein halbes Dutzend Mal hervorragend auszuzeichnen wusste, sowie eine Paradelinie, die jedes Team gerne in seinen Reihen hätte, sollte die Basis des Erfolgs sein. Doch das Schicksal meinte es alles andere denn gut mit den Illgrabenkämpfer. Ein direkt verwandeltes Bully Wyers ließ das Momentum nach nur zwei Spielsekunden auf die Seite der Schafe kippen. 1:0! Doch der Gegenangriff liess nicht lange auf sich warten, was schnell das 1:1 bedeutete. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt noch keine 50 Sekunden.


Ein Hinweis, dass beide Teams offensiv agieren wollten und die Defensive arg gefordert war. Die Frage stellte sich, welches Team ihre Verteidigung disziplinierter einzustellen vermochte. Das kleine Spielfeld, die harte und rutschige Unterlage sollte den Schafen entgegenkommen. Die Schafe ihrerseits reisten mit nicht ganz zwei kompletten Linien an. Nichtsdestotrotz wollten sie ihre Ungeschlagenheit wahren und aus eigener Kraft vorzeitig Meister werden. Der quirlige und glänzend aufgelegte Wyer sorgte nach rund 3´ für die neuerliche Führung der Schafe. Das Spiel entwickelte sich zu einem rassigen und mit positiven Emotionen gipfelnden Klassiker. Der Schiedsrichter aus der Romandie zog seine Linie durch, pfiff konsequent unparteiisch und liess ein flüssiges Spiel zu. Ein Genuss für die Zuschauer, ein Offensivspektakel. Ruppen im Tor der Schafe stand seinem Gegenüber in nichts nach und war immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens in dem er gegnerische Abschlüsse gekonnt zu parieren wusste und Gegenangriffe schnell inszenierte. Imhof (3), Frutiger und Zurwerra waren für die 7:3 Halbzeitführung verantwortlich. Die Weidentiere, bei denen Frutiger den Posten des aus privaten Gründen fehlenden Captains Markovic in der Verteidigung übernahm, schafften es die freien Räume geschickt auszunutzen. Die Offensive wurde nicht vom Aufbau oder dem Sturm lanciert, der Keyplayer war der Verteidiger.


Frutiger war an 6 der 7 Treffer direkt beteiligt und glänzte zudem defensiv mit intelligentem Stellungsspiel sowie überragenden Zweikampfwerten. Die Leistung sowie den Sieg nur einer Personalie zuzuschreiben, entspräche jedoch nicht der Wahrheit. Das Team mit seinen hervorragenden Individualisten, die sich allesamt dem Teamgedanken unterordnen ist der Schlüssel des Erfolgs. Gegen Pfynland arbeiteten alle Spieler defensiv mit, was die Räume unbarmherzig eng machte. Weitschüsse waren die einzige Möglichkeit zu treffen. Und Weitschüsse sind bekanntlich eine sichere Beute Ruppens.


Die zweite Halbzeit kontrollierten die Schafe abgeklärt, standen hinten sicher und setzten immer wieder Nadelstiche in Form von Toren. Imhof (2), Frutiger, Wyer und Ersatz-Captain Zurwerra hiessen die Torschützen in der zweiten Halbzeit. Defensiv wurde praktisch nichts mehr zugelassen. So hiess es zu Schluss 12:4 für die Schafe. Wettbewerbsübergreifend heisst das 13 Spiele, 13 Siege – beeindruckend. Echt beeindruckend!


Ruppen; Eyholzer, Frutiger (2), Imhof (5); Wyer (3), Zurwerra (2)



Blacknosesheep – Old Boys 12:4 (7:2)

Eine personelle Unklarheit stand im Raum. Kommt er, oder kommt er nicht – Trainerfuchs Pedro Schmid sollte nicht erscheinen. In Thailand weile er – am Golf spielen! Hat er etwa die Nase voll von seinen Mannen?


Markus Nanzer, sein verlängerter Arm auf dem Platz sowie Sascha Venetz (ein ständiger Trainingsgast der Schafe) sollten Pedro Schmids Vision eines Derbysieges in die Tat umsetzen. Nanzer, dessen technische Fähigkeiten Ligaübergreifend bewundernd und geschätzt - von den Gegnern jedoch gefürchtet werden, riss das Zepter zu Beginn des Spiels an sich. Er verteilte die Bälle geschickt, zog das Spiel in die Länge und setzte den bis in die (grauen) Haarspitzen motivierten Venetz immer wieder mit ein. Dieser zog dann mit Vollgas, über rechts kommend, ab und suchte so den Torerfolg. Das Gegenrezept der Schafe war klar. Tempo hochhalten und den mitunter etwas in die Jahre gekommenen Gegner zum Laufen zwingen. Effektivität ist eine Tugend, die gute Mannschaften auszeichnen. Effektiv waren auch die Schafe an diesem denkwürdigen Samstag unter strahlendem Sonnenschein im Herzen Augstbords. Nach dem die Schafe begriffen, was die Old Boys für eine Strategie umzusetzen versuchten, übernahmen sie selber das Zepter. Imhof traf vier Mal herrlich. Einem Mann, dessen Stärke bekannt sein sollte (Abschlusses von der blauen Linie), dürfte niemals dermassen viel Platz gewährt werden, wie es oftmals der Fall war. Imhof bewegte sich jedoch auch äusserst geschickt und suchte den freien Raum, um sofort zu schiessen. Lucky Luke lässt grüssen. Frutiger (2), der wieder sehr präsent war und Wyer (1), der den Gegner immer wieder über die Bande auszuspielen vermochte, sorgten für eine beruhigende 7:2 Führung. Damit waren die Schafe virtueller Meister. Doch was bedeutet schon virtuell?


Die 5-minütige Pause nutzen die Old Boys um sich zu erholen, das geschehene einzuordnen und um nochmals die Köpfe zusammen zu stecken. Eine Aufholjagd war angedacht. Aus sicherer Entfernung schauten sich die Schafe dieses Schauspiel an und überlegten was jetzt wohl kommen sollte. Die Old Boys sahen in etwa so aus wie ein Wolf ohne Zähne und mit einem gebrochenen Bein.


Schiefgehen durfte da ja wohl nichts mehr. Und es sollte auch nichts mehr schiefgehen. Im Gegenteil Imhof (2), Wyer (1), Zurwerra (1) und Aussenback Eyholzer (1) sorgten für eine klare Angelegenheit (12:4). Ruppen, dessen Fangquote wir gerne wüssten, liess wiederum nur 4 Gegentore zu. Frutigers 2´Strafe (Abstand) sorgte nochmals für ein Ooohhh-Erlebnis bei den Zuschauern als die Altherrentruppe den Torhüter durch einen 4 Feldspieler ersetzten und so doch tatsächlich Druck aufzusetzen wussten. Aber das sind Nebenschauplätze. Die Schafe sind Meister und das zu Recht und verdient. Zwei Fragen stehen jetzt noch im Raum.


Schaffen die Schafe das Double und falls ja, schaffen sie die Perfekte Saison? Dafür brauchts jetzt noch 3 Siege. Fletschi Cracks und der UHC Bürchen in der Meisterschaft sowie die Fletschi Cracks im Cupfinal warten als Herausforderung. 3 Spiele, 3 Siege und dann ab ins Flugzeug Richtung Berlin.


Ruppen; Eyholzer (1), Frutiger (2); Imhof (6); Wyer (2), Zurwerra (1)

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