• bääh

Saison 12/13 - Spieltag 3

4x gespielt, 4x gewonnen, 4x zweistellig. So die Bilanz nach den ersten 2 Spieltagen. Zum Ende der Vorrunde, und vor der Winterpause, ging es gegen die noch einzigen zwei verbliebenen Gegner. Fletschi Cracks und der UHC Bürchen. Die Frage stellte sich schon: Geht das zweistellige Schaulaufen der Schafe weiter, bleibt die Weisse Weste bestehen und werden die Gegner ein weiteres Mal den Schafen zum Frass vorgeworfen? Mitnichten, wie sich zeigen sollte.

Blacknosesheep – Fletschi Cracks   12:3   (6:0)

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison zwangen die Schafe das so wichtige Mementum auf ihre Seite und gingen früh in Führung. Die Linie um Captain Markovic, Imhof und Wyer sorgen bis zur 7. Minute für ein 3:0 Polster. Aus Zufall wurde im Blockwechselsystem gespielt. Schnell war ersichtlich, dass diese Linie heute für den Unterschied sorgen wollte und es auch tat. Wyer war in glänzender Spiellaune und traf gleich 4 Mal. Er tauchte immer wieder gefährlich vor dem Saaser Tor auf und war so ein stetiger Unruheherd. Einfach ein mühsamer Kerl. Imhof, der Tank des Teams, traf 3 Mal ins Schwarze und assistierte zu 5 weiteren Treffern. Chapeau. Markovic sicherte defensiv gekonnt ab und schaltete sich immer wieder in den Angriff mit ein. Schlampige Abspiele, die zu Toren führten, das passierte Markovic in den letzten Jahren oft. Auf diese Saison hin scheint er diesen Schwachpunkt in seinem Spiel ausradiert zu haben. Gut so – weiter so.

9 von 13 Treffern gingen also auf das Konto der ersten Linie. Da bleibt nicht mehr viel anzumerken. Doch, was war mit Linie 2 um Eyholzer, Frutiger und Zurwerra los? In Gedanken bereits beim Glühwein auf der Belalp oder im Berliner Nachtleben versunken? Klar ist, es wurden Chancen herausgespielt, aber vergeben. Trotzdem war zu wenig Bewegung im Spiel, zu wenig Aggressivität war zu spüren und zu wenig Wille zu erkennen. Zudem gingen zwei von drei Gegentreffern auf das Konto von Linie 2. Das ist Bullshit, meine Herren!

Die moderne Matchuhr an der Seitenlinie zeigte es an: Noch 6:20 zu spielen. Es stand 8:0 für die Schafe. Ein hervorragend dirigierender Ruppen war so nah wie selten zuvor an seinem ersten Saison-Shutout, als es aus dem Nichts einschlug. 8:1. Woran lag´s, dass es nicht gereicht hat? Ruppen: „Zum einen geht es sehr schnell im Unihockey. Zum anderen weiss Fletschi gute Schützen in seinen Reihen zu haben. Mit der Zeit geht halt mal einer rein. Diese Tore, auch wenn sie glücklich fallen, gehören zum Unihockeysport dazu.“ Also bist du nicht enttäuscht? Ruppen: „Wissen Sie, ich bin ein ehrgeiziger Sportsmann, will das Maximum herausholen und so wenig Tore wie möglich erhalten. Aber das wichtigste ist, dass wir als Team gewonnen haben, und das haben wir – Basta!“


Ruppen; Eyholzer (1), Markovic (2), Imhof (3), Frutiger (1), Wyer (4), Zurwerra (1)



Blacknosesheep – UHC Bürchen   5:2   (3:2)

Das Beste zum Schluss? Bürchen ist die Überraschungsmannschaft der Vorrunde. Gestandene Männer sind sie. Athletisch und konditionell auf bestem Niveau. An der individuellen Klasse fehlt´s auch nicht und zudem steht an der Linie ein Trainer, der das Spiel des Gegners hervorragend zu lesen weiss und die Antworten auch parat hat. So wird das Team ausgezeichnet auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Doch eine Frage vorweg. Das System eines Gegners ist bekanntlich auszuschalten, doch wie sind die Geistesblitze der „Stars“ im Team der Blacknosesheep zu verhindern? Gibt’s dafür eine Antwort? Nein. Zumindest nicht in diesem Spiel.

Bürchen wurde aus gutem Grund nicht unterschätzt. Es war klar, was die Weidentiere erwartete. Ein Gegner, der defensiv solide steht, aufsässig ist und eine echte Knacknuss darstellt. Die Zuschauer kamen in den Genuss eines Spiels, welches im taktischen Bereich auf höchstem OUM-Niveau ausgetragenen wurde. So stand es nach einem Viertel der Partie immer noch 0:0. Die beiden Gegner lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Frage war, wer sollte den psychologischen Vorteil erzwingen und das Score eröffnen? Nach 11:50 stand die Halle zum ersten Mal Kopf, als Wyer eine schöne Einzelleistung mit einem Wembley-Tor abschloss. Der Schiedsrichter machte jedoch nicht auf dem Absatz kehrt, um auf den Mittelpunkt zu zeigen, sondern liess weiterspielen. Wyer, stinkesauer und die Welt nicht mehr verstehend, schwörte Rache. Und diese sollten die Männer aus der Augstbordregion zu spüren bekommen. Nur 2´30 später eröffnete er das Score nach einem Freistoss. Wyer, dieser alte Fuchs, sah die Lücke und traf herrlich. Damit war aber noch nicht Schluss mit den Wyer´schen „Vendetta-Aktionen“. Bis zur Halbzeit legte er noch zwei Mal prima auf, Imhof wusste diese Geschenke dankend anzunehmen. Da Bürchen nicht ans Aufgeben dachte und immer wieder verkürzte, lagen die Schafe hauchdünn 3:2 in Front, als die Halbzeitsirene erklang.

Wieder richtete sich der Fokus der Offensive auf die 1. Linie. Doch die Zeit des zweiten Blocks sollte noch kommen. Jedoch nicht zu Beginn. Zurwerra verlor nonchalant den Ball, was der Gegner zu einem Konter ausnützte. Frutiger entschied sich für das Foul als hinterster Mann. Penalty war die logische und richtige Entscheidung des Schiedsrichters. Die Nerven Bürchens hielten dem Druck nicht stand. So wurde der Penalty kläglich versemmelt. Die Konsequenz für Frutiger und das Team war eine 2-minütige Unterzahl. Mit viel Intelligenz, Geschick und Laufarbeit sowie einem Torhüter in Topform, überstanden die Schafe diese heikle Situation unbeschadet. Es kam sogar noch besser. Nach 10:30 zeigte die Linie um Eyholzer, Frutiger und Zurwerra, zu was sie im Stande ist. Frutiger schnappte sich den Ball bei einem Freistoss und kopierte die Wyer´sche Standard-Lösung erfolgreich. 4:2. Bürchen war geschockt. Das anschliessende Bully entschied Zurwerra für sich, Eyholzer spielte geistesanwesend zu Frutiger, dieser düpierte den Gegenspieler und schloss eiskalt ab. 5:2. Die Entscheidung der Partie, hergeführt mit einem Doppelschlag in 20 Sekunden. So kann’s gehen.

Ein harter Fight, eine gute Leistung zum Schluss der Vorrunde wurde mit 2 weiteren Punkten belohnt. Die Halbzeitbilanz liest sich formidabel: 6 Spiele, 6 Siege, die beste Offensive, die beste Defensive. Symptomatisch dann das Bild in der Kabine. Markovic war gezeichnet von blauen, roten und gelben Flecken, die seinen Körper zierten – Zeichen eines wirklich harten Spiels. Aber hey, Schmerzen vergehen – Punkte bleiben. Yeahhh!

Und trotzdem, liebe Freunde der Herrlichkeit, der Weihnachtsmann war bekanntlich noch nie der Osterhase. Um das grosse Ziel (Berlin) zu erreichen, braucht es in der Rückrunde genau die gleiche Leidenschaft, Präsenz, Konzentration und Überzeugung. Anfangs Januar geht’s mit dem ¼-Final im Cup weiter. Gegner – der UHC Bürchen. Grund genug sich über die Festtage nicht zu überfressen! Dies gilt insbesondere für den Zurro. Ein schlechter Spieltag wird verziehen. Ein zweiter hingegen nicht mehr. Also dann, frohe Festtage.


Ruppen; Eyholzer, Markovic, Imhof (2), Frutiger (2), Wyer (1), Zurwerra

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