Meisterschaftsstart – 1. Runde Saison 2022/23

Der Auftakt der Saison 2022/23 sollte es in sich haben. War es zum einen die 17. OUM-Meisterschaft de suite mit den Schafen, warteten mit den Embd Devils und dem UHC Pfynland I die grössten aktuellen Kracher und beide Finalisten des Supercups auf die Schwarznasen. Das war gut, denn dann wussten die Mannen von Coach Heynen und er selbst gleich mal, wo die Mannschaft steht.


Blacknosesheep vs UHC Embd Devils 5:6 (0:2)

In Stalden – und somit mit einem Auswärtsspiel – fand das erste grosse Stelldichein der neuen Spielzeit statt. Die Schafe wurden von Coach Heynen hervorragend auf den Gegner eingestellt. Treffpunkt war Ackersand und dabei wurde das Team eingeschworen. Die Drei-Säulen-Taktik wurde den Mannen erläutert, welche dann umgesetzt werden sollte.


Trotz dem 0:2 Pausenrückstand nach Toren durch den jungen Lionel Hosennen und dem arrivierten Marco Bumann, war noch nichts verloren. Die Schafe zeigten eine hervorragende Defensivleistung – was mit gefühlten 80% Ballbesitz des Teams aus dem vorderen Mattertal, auch notwendig war. Zwar schraubten die Devils das Score zwischenzeitlich auf 4:0 durch Gsponer und erneut Marco Bumann hoch, doch durch waren sie damit noch nicht. Noch gar nicht. Denn jetzt setzen die Schafe konsequent zu den Abschlüssen an und kamen durch Zurwerra, Karlen und Frutiger auf 3:4 heran. Innerhalb von 4 Spielminuten. Diesem Zwischenspurt mussten die Mannen Heynens aber Tribut zollen, so dass Embd durch Oliver Bumann und H.-P. Lengen auf 3:6 wegzog. War die Messe gelesen? Ja und doch nein. Zuerst musste Frutiger in die Kühlbox, nur um anzuschauen, wie Heynen zweimal in Unterzahl zum Shorthander und zum Schlussresultat traf. Die Fans der Teufel und die Spieler waren froh, wars vorbei und die Schafe mit ihren zwei Linien freuten sich aufs Mittagessen und die Pause. Eggel und Karlen gaben ihr Debut. Beide machten ihre Sache hervorragend. Der i war geschrieben – nur fehlte das Tüpfelchen für einen idealen Startschuss in die Saison.


Abgottspon; Heynen (2/0), Eggel (0/0), Zurwerra (1/1); Karlen (1/1), Zumoberhaus (0/0), Frutiger (1/1)



Blacknosesheep vs UHC Pfynland I 8:8 (4:1)


Im zweiten Spiel sollte das Momentum auf die Seite der Schafe gezogen werden und die Partie mit einem Führungstreffer eingetütet werden. Geplant und umgesetzt durch Tore von Heynen, zweimal Karlen und Zurwerra erspielten sich die Schafe einen 4:1 Vorsprung zur Halbzeit. Nun – im Gegensatz zum Embd-Spiel – wurden die Trainingskombinationen auch gezeigt. Wunderbare Aktionen mit viel Tempo wurden zu Chancen kreiert. Die Wechsel liessen sich in kurzen Abständen diszipliniert durchziehen und die Mentalität war positiv.


Die Illgrabenkämpfer mussten dann auf ihr hartes Spiel zurückgreifen. Etwas anderes blieb ihnen nicht übrig. Zu weit waren sie vom Gegner entfernt, zu agil spielten die Schafe. Es fehlte der Zugriff der Mannen von Coach Schmutz. Lässt der Schiedsrichter diese Spielchen, hinterlistigen Fouls und Unsportlichkeiten zu – wie im Fall von Stalden, ergeben sich Gehässigkeiten und der Fokus wird dann nicht mehr aufs Sportliche gelegt. Schade eigentlich, den die Pfynländer haben durchaus sportliche Mittel, um die Schafe in Bedrängnis bringen zu können.


Halbzeit zwei war dann nicht mehr eine solche gute Darbietung wie Halbzeit eins. Zum einen wurden die Sustener stärker – was sich in Tore durch Jimmy Maurer, die Leiggener-Brüder und Schmutz Christian widerspiegelte. Zum anderen spürten die Männer Heynens, dass die Zwei-Block-Strategie an der Physis nagte. Nun ja – das Spiel stand lange auf Messers Schneide und hätte beinahe zum Sieg gereicht. Doch die Tore von Zurwerra, Heynen (2x) und Karlen sollten nicht ganz reichen. Anderthalb Minuten vor Schluss sorgte Thierry Leiggener für den viel umjubelten Ausgleich und damit für die Punkteteilung.


Coach Heynen nimmt viele neue Inputs mit. Abgottspon ist bereits in Playoffform. Hervorragend seine Reaktionen, seine Ruhe und seine rasche Auffassungsgabe zur Konterlancierung. Die Newcomers Eggel und Karlen machten Ihre Sache ebenfalls in Trainers Gusto. Zurwerra war agil und enorm lauffreudig. Mit seinen Moves kommt er immer noch zu gefährlichen Torchancen. Doch der Schlüssel zur effektiven Torchancenkreation waren die ersten Zuspiele Heynens, der diesmal den Pass dem Schuss vorzog. Gut so. Der zweiten Linie um Zumoberhaus, Frutiger und Karlen fehlten noch etwas die Automatismen – jedoch waren durchaus interessante Ansätze zu sehen und auf dem lässt sich aufbauen. Frutiger holte zu viele Strafen. Viel zu viele, mein lieber. Und Zumoberhaus fehlte noch ein wenig die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – jedoch macht er sehr vieles richtig, wenn er zu Chancen kommt. Haut er sie im Training rein, wartet er eventuell wieder auf die entscheidenen Spiele, bis er zu Treffen beginnt. Global betrachtet – Prädikat sehr gut für den Auftakt.


Abgottspon; Heynen (3/1), Eggel (0/2), Zurwerra (2/2); Karlen (3/0), Zumoberhaus (0/1), Frutiger (0/1)



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