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OUM Spieltag 3 vom 04.12.2021

Aktualisiert: 5. Dez. 2021

OUM Spieltag 3 vom 04.12.2021


OUM-Spieltag 3 der Herren A. Auf die Schafe warteten unbequeme Gegner – Grächen und die Academy des UHC Naters-Brig. Beides sehr schnelle Teams, mit überdurchschnittlichen Spielern in ihren Reihen. Die Schafe waren also gewarnt. Es galt nichts Weniger als den ersten Platz zu verteidigen, den man gegenüber den Teufeln aus Embd nur wegen des besseren Torverhältnisses inne hat seit dem 2. Spieltag. Michel Ambord setzte mit einem chinesischen Sprichwort (gemäss Quellen aus dem Internet) mit dem Motto des Tages das Tüpfelchen aufs i in der Vorbereitung auf die beiden Spiele. Mit 7 Feldspielern und 2 Torhütern machten sich die Schafe anschliessend auf in die beiden Spiele des Tages.

Mit Pascal Schmid fehlte ein weiterer Spieler verletzt an diesem Spieltag. Langsam lichten sich die Reihen der Schafe. Dafür war Kevin Eggel wieder mit an Bord.


Spiel 1: Blacknosesheep – Ibex Grächen 14:3 (9:1)


Halbzeit 1:

Der Mann der ersten Minuten hiess Jonas Gruber. Zuerst das 1:0, dann mehrere Gegenspieler vernascht und zweimal wunderbar aufgelegt für Zurwerra und Gsponer – 3:0 für die Schafe nach etwas mehr als 4 Minuten. Was für ein Start! Und es sollte noch besser werden im Verlauf der ersten Halbzeit. Was die Schafe teilweise für Kombinationen boten, war sehenswert. Kontinuierlich schraubten sie das Skore hoch. Imoberdorf, Frutiger und 2 Mal Eggel liessen sich in die Skorerliste eintragen. Es war nicht etwa so, dass Grächen schlecht spielte. Sie waren gut aufgelegt, versuchten mitzumischen, spielten fair und suchten Abschlüsse, jedoch wurden diese entweder von den Schafen auf dem Feld geblockt oder dann von Torhüter Abgottspon souverän gehalten. Auch einen Penalty brachte Silvan Karlen nicht am Schlussmann der Schafe vorbei. Als Raphael Gruber 4 Minuten vor der Sirene zum ersten Mal für die Grächner traf, hatte prompt Daniel «Zurro» Zurwerra mit dem 9:1 eine Antwort bereit. Sein erstes Tor in der Meisterschaft seit er die 4 auf dem Rücken trägt.

In der Pause brauchte Heynen praktisch nichts zu sagen. Zu klar war allen, dass sie nicht nachlassen durften im zweiten Durchgang, auch wenn es bisher mehr als gut lief. Ein Schaf bemerkte dazu noch, dass gute Mannschaften offensiv nachlassen nach einem klaren Vorsprung, defensiv jedoch nicht. Ob dies den Schafen auch gelingen würde, sollte Halbzeit 2 zeigen.


Halbzeit 2:


Keine 30 Sekunden waren gespielt, da packte Eggel wieder einen aus – 10:1! Nun wünschten sich die Grächner die gute alte Zeit zurück, in der ihr einziges Problem war, ob sie nächste Woche Wandtafeldienst haben. In diesem Spiel waren sie aber vor ganz andere Probleme gestellt. Nun galt es, zumindest nicht ganz einzubrechen.

Und Grächen zeigte, dass sie auch ohne Fabian Gruber noch genügend Klasse haben. Silvan Karlen traf zweimal ins Netz von Eric Abgottspon. Dazu gab es Tore von Frutiger und Eggel und zum Schluss das Sahnehäubchen durch einen bestens aufgelegten Imoberdorf. Ein solches Tor sieht man nicht alle Tage, ein Leckerbissen der das Eintrittsgeld für die Zuschauer alleine wert war.


Blacknosesheep: Abgottspon, Ambord (Tor); Heynen (0/1), Gsponer (1/0); Imoberdorf (2/1), Eggel (4/0); Zurwerra (2/1), Gruber (2/5), Frutiger (3/0)


Spiel 2: UHC Naters Brig Academy – Blacknosesheep 5:10 (1:4)


Fürs zweite Spiel gab es einen Torhüterwechsel – Ambord stand neu zwischen den Pfosten für Abgottspon. Doch wo war Ambord während des Einspielens? Die Lösung des Rätsels sollte sich alsbald in Halbzeit 1 zeigen. Er sparte sich die Paraden für das Spiel auf. Mal für Mal musste er eingreifen, und er tat es mit einer Ruhe und Gelassenheit, die man nur ausstrahlt, wenn Alles stimmt. Und als Gsponer auf der Bank seine Kollegen wecken wollte, weil die Academy sich mehrere gute Chancen erspielte, entgegnete ihm Zurwerra nur «z Mischi isch eu fer epis da, es het di Bäll de scho». So sieht Vertrauen in den eigenen Torhüter aus!

Sandro Heynens 1:0 nach etwas mehr als 2 Minuten, sollte für lange Zeit das einzige Tor bleiben. Erst nach Biffigers 1:1 nach einer knappen Viertelstunde erwachten die Schafe. Allen voran Marco Frutiger. Zwei Tore gelangen ihm noch vor der Halbzeit, dazu eines von Zurwerra und die Schafe gingen mit einem scheinbar sicheren 4:1 in die Pause. Nach dem Anpfiff machte Marco Frutiger gnadenlos dort weiter, wo er vor der Pause angefangen hatte. Mal für Mal nahm er Anlauf auf das Tor von Wilfried Egger. Und er traf alleine 4 Mal in Halbzeit 2! Wenn er einmal in Fahrt kommt, kann ihn nichts mehr stoppen. Willi Egger wird wohl noch in der Nacht von «Fruti» geträumt haben an diesem Tag.

Wie soll man einen Typen wie Frutiger beschreiben? Am ehesten vielleicht so: Wenn man mit ihm zuunterst in den Fahrstuhl steigt und fragt: «Fahren sie auch nach oben», dann kann es gut sein, dass er antwortet «Nein, nach rechts.». Und das Verrückte bei ihm ist, er macht es dann auch. Sensationell, einen solchen Menschen und Spieler im eigenen Team zu haben.

Am Schluss hiess es 10:5 für die Schafe, 2 weitere Punkte waren im Trockenen. Einziger Wehrmustropfen war die Verletzung des quirligen Imoberdorf. Er wird nicht leicht zu ersetzen sein.

Am nächsten Samstag geht es mit dem Cup-Schlager gegen Pfynland weiter. Wir hoffen, dass die Schafe dort ihren guten Saisonstart bestätigen werden. Platz 1 nach 3 Spieltagen darf sich sehen lassen. Auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist.



Blacknosesheep: Ambord, Abgottspon (Tor); Heynen (1/0), Gsponer (0/1); Imoberdorf (0/0), Eggel (1/0); Zurwerra (1/0), Gruber (1/3), Frutiger (6/0)



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