OUM-Cup 25.01.2020 - 1/2 Final

Es war wieder einmal soweit. So wie es schon so oft der Fall war in der langen Historie der Blacknosesheep. Wieder im Januar. Wieder organisierten die Green Vipers in Turtmann den Spieltag auf äusserst sympathische Art und Weise – unschwer zu erkennen mit ihren grünen Tenues -und sorgten für Kuchen, Kekse und Kaffee. Ausser der Skorerliste hatten sie alles im Griff. Wieder stand der Cup-Halbfinal auf dem Programm und wieder stand der UHC Pfynland den Schafen gegenüber.


UHC Pfynland : Blacknosesheep 9:10 n.V (6:3)

Die Illgrabenkämpfer waren von Anfang an bereit. Quasi ein Heimspiel geniessend, die Zuschauer im Rücken spürend, nahezu vollzählig agierend und mit Selbstvertrauen antretend, erwischte das Team um Coach Schmutz einen Blitzstart und führte schnell 1:0. Coach Schmutz war es auch, der das Team allen Anschein nach hervorragend einzustellen wusste. Nach dem UHC Naters-Brig II in der ersten und der Academy in der zweiten Runde sollte nun der dritte Natischer Club eliminiert, den Finaleinzug erreicht und endlich den ersten Cup-Titel der Geschichte geholt werden. So der Plan.


Die Schafe auf der anderen Seite eliminierten die Embd Devils und der STV Baltschieder, um diesen Halbfinal zu erreichen. Die Schafe nahmen sich viel vor und zeigten dann doch wenig. Es wurde viel gesprochen vor dieser Partie. Heynen zeigte den Plan auf, Briggeler peitschte nochmals ein und zeigte den Wert des Willens auf. Doch umgesetzt wurde nichts davon. Von Anfang an der Partie standen die Schafe mit dem Rücken zur Wand und schafften es nie das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Zumindest vorerst nicht.


Summa summarum fehlten überall ein paar Prozent. Überzahl Situationen wurden auf Seiten der Schafe nicht genutzt. Ja gar Shorthander wurden kassiert. Unterzahl Situationen wurden seitens der Sustener ausgenutzt. Die zweiten Bälle wurden nicht gewonnen und so von Pfynland verwertet. Die Schafe liefen immer hinterher und spielten bisweilen fahrig. Die Linie Heynen, König, Zurwerra kassierte viel zu viele Tore für ihre Verhältnisse. Gsponer, Imesch und Frutiger kassierten Tore nach einer 2’ Strafe und einem Stellungsfehler und die Linie Grünwald, Imthurn und Briggeler verloren die zweiten Bälle und wurden so bestraft. Immerhin sorgten die Tore von Frutiger, Zurwerra und Imthurn für ein einigermassen ansprechendes Halbzeitresultat. Auch dank des besten Spielers auf dem Platz, Torhüter Joshi Schaffner, war das Spiel noch nicht verloren.


Das Pausenresultat von 3:6 löste seitens Coach Heynen deutliche Worte aus. Und eine Reaktion kam auch. Briggeler und Heynen vermochten auf 5:6 zu verkürzen. Doch wie sich herausstellen sollte, war dies nur ein kurzes Aufbäumen. Pfynland, äusserst routiniert und abgeklärt agierend, reagierte durch Leiggener und Maurer um innert kürze auf 5:9 zu stellen. Die Vorentscheidung?


König, Briggeler und Gsponer waren nicht schlechter als andere – im Gegenteil. Gsponer spielte hinten souverän und sorgte mit schlauen Zuspielen für Gefahr in der Offensive. Briggeler skorte und war ein Aktivposten. König war hartnäckig - ein echter Wadenbeisser.


Und doch musste sich Heynen entscheiden und bündelte seine zwei Linien. Aber auch ohne König, Briggeler und Gsponer wurde es nicht besser. Und so musste er ein weiteres Werkzeug benutzen – das Timeout. Um dann gleich das nächste Werkutensil auszupacken. Heynen nahm Joshi Schaffner raus, um in Überzahl zu reagieren und um die Verlängerung zu erzwingen. Und es brauchte noch ein Element aus dem Werkzeugkasten – eines mit dem Heynen nicht gerechnet hatte, nicht rechnen konnte: den Hammer. Ausgepackt von Michel Ambord – das Werkzeug, das es noch brauchte, um den Nagel definitiv einzuschlagen. Ambord war es der an der Bande aufbaute, zweitweise fluchte, dann beruhigte und auf Schultern klopfte und als Mentor für Schaffner amtete. Ambord war es auch, der die ultimative Devise ausgab. Rund 3 Minuten vor Schluss und noch immer beim Stand von 5:9 befahl er: «ab jetzt, Jungs, sucht ihr bei jedem Einsatz den Abschluss – konsequent! Ich will das sehen». Diese Worte brauchte es noch. Das war der ultimative Schlachtruf und sorgte zuerst für das 9:9 und in der Verlängerung durch Zurwerra für das 10:9.


Die Schafe stehen im Finale und spielen dort gegen Grächen um Titelehren. Sollte dieses Unterfangen erfolgreich sein, wäre es der erste Titel im dritten Jahrzehnt hintereinander…


Fotos: https://www.instagram.com/sportfotografie.schaffner/


Blacknosesheep: Schaffner; Heynen (2/2), König (0/1), Zurwerra (3/2), Gsponer (0/1), Imesch (0/1), Frutiger (2/0), Grünwald (1/2), Imthurn (1/1), Briggeler (1/0)


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